Unser Angebot: Fortbildungen und Vorträge

Vorwort

Das Therapie-Zentrum Rechenschwäche/Dyskalkulie führt seit 1994 Vorträge und Fortbildungen im Themenbereich Rechenschwäche für unterschiedliche Zielgruppen (Eltern, Lehrer/-innen, Erziehungsberater/-innen, Psychologen / Psychologinnen, Kinder- u. Jugendpsychiater/-innen, Kinderärzte / Kinderärztinnen) in verschiedenen Formen durch.
Wir sind als Anbieter von Fort- und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer vom Niedersächsischen Landesinstitut für Schulische Qualitätsentwicklung zugelassen.

zum Seitenanfang

Aktuelle Fortbildung

Rechenschwäche vermeiden in Klasse 1 - Prävention und individuelle Förderung

Veranstalter: Kompetenzzentrum Universität Hannover - Lehrerfortbildung (KH)

Zielsetzung: Hilfestellung beim Erkennen und Fördern von außergewöhnlichen Schwierigkeiten beim elementaren Mengen- und Zahlverständnis

Eine Rechenschwäche bildet sich im Verlauf der ersten Klasse heraus: vornehmlich bei Kindern, die zwar die Zahlennamen und deren Reihenfolge auswendig kennen, doch die zugrundeliegenden Mengen nicht „mitdenken“.

Sie verstehen also die Zahl nicht als Repräsentant der Mächtigkeit einer Menge, die alle vorangegangenen Zahlen einschließt, sondern lediglich als einzelnes Element, als Platz in einer Reihe von Zahlwörtern (ordinale Sicht der Zahl).

Diese Kinder beginnen das Erlernen der Rechenoperationen nicht auf der notwendigen Grundlage eines fundierten Zahlverständnisses; häufig mangelt es auch noch an mathematischen, Vorläuferfähigkeiten (Pränumerik). Daher besteht ihr Rechnen ausschließlich in dem Abzählen der Aufgaben „um 1“. Andererseits: damit errechnen die Kinder im Zahlenraum bis 20 viele richtige Ergebnisse und bleiben dadurch unauffällig, obgleich das Risiko einer Rechenschwäche besteht.

In Klasse 2 sehen sich die Kinder mit der Anforderung konfrontiert, zweistellige Zahlen addieren und subtrahieren zu müssen. Diese Rechenoperationen sind mit Abzählstrategien jedoch nur noch schwer zu bewältigen. So nimmt das „Unheil“ seinen Lauf: den betroffenen Kindern gelingt es nicht mehr den Schulstoff zu bewältigen; Eltern und häufig auch LehrerInnen sind überrascht, dass es „plötzlich so große Probleme beim Rechnen gibt“.

Diese folgenschwere (Fehl-)Entwicklung lässt sich verhindern, wenn die elementare Mengen- und Zahlbegriffsentwicklung im Verlauf (Mitte) der ersten Klasse überprüft und gegebenenfalls gezielt gefördert wird.

Wir stellen im Rahmen der Fortbildung vier einfach durchzuführende Tests vor, die Aufschluss über den Entwicklungsstand der Mengen- und Zahlbegriffsentwicklung von Kindern der ersten (teils auch der zweiten Klasse) geben.

Wie mögliche Befunde einzuschätzen sind und welche Fördermaßnahmen diesen Kindern helfen können, werden wir aufzeigen. Den TeilnehmerInnen wird im Anschluss entsprechendes Fördermaterial zur Verfügung gestellt.

 

Referent: M.A. Hermann Theisen

Die Fortbildung findet im Rahmen der „Schulinternen Lehrerfortbildungen für die Grundschule“ (SchiLF) statt.

Veranstaltungsnummer: AA_21

Weitere Informationen und Kontakt:
carola.diaz.oceguera@lehrerbildung.uni-hannover.de

 

****

zum Seitenanfang

Aktuelle und abrufbare Angebote

1) Fortbildungsveranstaltung: Rechenschwäche in der Sekundarstufe

Rechenschwache Kinder erfahren in de Grundschule oftmals keine adäquate Unterstützung, weil die Lernstörung nicht erkannt wird. Sie werden als "wenig strebsam" oder "mathematisch unbegabt" angesehen; die "Therapie" der Eltern sowie der Schule besteht in zusätzlichen Übungen und Nachhilfe, die jedoch nichts bewirkt, weil die Grundlagen des Rechnens nicht verstanden sind.

Diejenigen Schüler, die dennoch das Gymnasium besuchen, haben in der Grundschulzeit nicht nichts gelernt, vielmehr haben sie mehr oder weniger erfolgreich rechenoperative Strategien entwickerlt, die es ihnen ermöglichen - teilwiese sogar erfolgreich im Sinne der Benotung - zu rechnen, ohne zu verstehen, was sie da eigentlich tun.

Dem gymnasialen Schulstoff sind diese Kinder jedoch nicht gewachsen. Sie stoßen mit ihren Techniken schnell an ihre Grenzen, erhalten "schlechte Noten; manchmal müssen sie die Klasse (mehr oder weniger erfolglos) wiederholen und sogar in manchen Fällen das Gymnasium verlassen. Ein besseres Verständnis der speziellen mathematischen Probleme, mit denen diese Schüler kämpfen, ist daher wünschenswert.

Die Fortbildung befasst sich mit den typischen Fehlern und Verhaltensweisen rechenschwacher Schüler. Dies ist die Veraussetzung fehlerhafte kognitive Konzepte im Lernprozess der Schüler zu erkennen und anknüpfend an die Lernausgangslage schulische und außerschulische Förderamßnahmen einzuleiten.

2) Fortbildung: Präventivprogramm Rechenschwäche

Der niedersächsische Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen legt den Schulen eine "prozessbegleitende Diagnostik" der Rechenschwierigkeiten sowie gegebenenfalls die "Einleitung spezieller Fördermaßnahmen" auf dieser Grundlage nahe.

Das Therapie-Zentrum Rechenschwäche/Dyskalkulie bietet Grundschulen in Hannover und im näheren Umkreis eine fachliche Unterstützung beim schulischen Umgang mit Lernschwierigkeiten von Erstklässlern im Fach Mathematik.

In unserer lerntherapeutischen Arbeit setzen wir ein systematisches Lern- und Übungsprogramm ein, das auf das jeweilige Lernstandsprofil der Kinder individuell abgestimmt wird. Auf dem Hintergrund jahrelanger praktischer Erfahrung mit diesem Programm, haben wir ein Präventivprogramm Rechenschwäche für die Umsetzung im schulischen Rahmen entwickelt.

Das Programm soll die Fähigkeit zur Beurteilung von mathematischen Lernproblemen verbessern und die Bemühungen um eine adäquate schulische Förderung für Kinder im ersten Schuljahr effektivieren.

Wir bieten zu diesem Programm eine umfassende Fortbildung an, die Lehrerinnen und Lehrer in den Stand versetzt, außergewöhnliche Probleme mit dem Rechnen frühzeitig zu erkennen und das präventive Förderprogramm umzusetzen.

Der Teil 1 des Präventivprogramms beinhaltet ein förderdiagnostisches Instrumentarium zur Erfassung des Entwicklungsstandes des Mengen- und Zahlbegriffs bei Kindern des ersten Schuljahres.

Der Teil 2 umfasst über 120 Arbeitsblätter zu elementaren mathematischen Lernbereichen (Raum-Lage-Beziehungen; Mengenrelationen „viel, weniger, mehr, gleich viel …“; Bilden und Erfassen von Mengen bis 10; Zusammenhang von Mengen und Rechenoperationen; Übungen zur Zahlzerlegung; ordinaler und kardinaler Zahlbegriff u.a.).

Die Fortbildung:

Interessierte Schulen können sich per E-Mail: Info@Rechenschwaeche-Hannover.de oder telefonisch 0511 3180823 im Therapie-Zentrum melden und weitere Informationen erfragen.

zum Seitenanfang

Schulvorträge

Interessierten Schulen bieten wir die Möglichkeit, einen Referenten des Therapiezentrums zu einer Informationsveranstaltung (Vortrag & Diskussion) in die Schule einzuladen.

Der Vortrag (ca. 30 Minuten) führt in das Thema Rechenschwäche ein: die Symptomatik dieser Lernschwäche und die wesentlichen mathematischen Probleme rechenschwacher Kinder werden praxisnah aufgezeigt. Die anschließende Diskussion bietet Gelegenheit, Aspekte der Dyskalkulie anzusprechen, die für das Kollegium von besonderem Interesse sind (z.B. "Fördermöglichkeiten für rechenschwache Kinder").

Termin: Vortragstag ist immer der Montag (der Vortrag kann auch im Rahmen einer Fachkonferenz Mathematik oder pädagogischen Konferenz stattfinden).

Dauer: Die Veranstaltung dauert ca. 1 ½ Stunde.

Wenn Sie an einem Schulvortrag interessiert sind, senden Sie uns eine E-Mail: Info@Rechenschwaeche-Hannover.de mit folgenden Informationen:

Wünschen Sie ein umfassenderes Fortbildungsangebot oder einen Vortrag zu einer bestimmten Thematik, dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an Info@Rechenschwaeche-Hannover.de.

zum Seitenanfang